Musizieren - Ein echter Jungbrunnen

Einen Jazzstandard auf dem Klavier lernen? Mit einer Posaune im Orchester spielen? Wer noch nie ein Instrument gespielt hat, aber schon immer davon geträumt hat, kann sich diesen Wunsch auch im Alter erfüllen. 

Das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, ist bereits durch zahlreiche Studien als Mythos widerlegt. Neueren Forschungen zufolge ist die neuronale Plasizität des Gehirns bis ins hohe Alter gegeben und so sind sich Forscher und Musikpädagogen einig: Im Alter ein Instrument lernen, klar geht das. Neuropsychologen der Universität Zürich haben sogar nachgewiesen, dass Musizieren gegen den Abbau von Nervenzellen schützen kann. 

Musizieren hält jung und gesund

Musizieren fördert nicht nur die Denk- und Konzentrationsfähigkeit sondern schult auch die Motorik und Koordination des Körpers. Schon nach den ersten Musikstunden werden die motorischen Zentren und Hörzentren im Gehirn vernetzt und nach wenigen Wochen bleiben diese Strukturen jahrelang erhalten. Joe Verghese vom Albert Einstein College für Medizin in New York konnte in einer Langzeitstudie nachweisen, dass Musizieren die kognitive Leistungsfähigkeit von Menschen über 75 Jahren fördert und das Risiko einer Demenzerkrankung senkt (New England Journal of Medicine, Bd. 348, S. 2508, 2003)). Beim Spielen eines Blasinstruments oder auch beim Singen kann zudem die Atemtechnik verbessert werden. Ein weiterer Aspekt den viele Senioren-Musiker schätzen, ist der soziale Kontakt beim Musizieren mit anderen. Musiker, die regelmäßig üben, berichten zudem über die ausgleichende Wirkung ihres Hobbies. Und nicht zuletzt stärken kleine Erfolge die Selbstsicherheit.

Große Lernerfahrung ist von Vorteil

Fakt ist zwar auch, dass Erwachsene mit zunehmendem Alter langsamer lernen als junge Menschen und ihnen das Einüben neuer motorischer Bewegungen schwerer fällt. Als vorteilhaft erweist sich jedoch, dass ältere Semester über eine große Lernerfahrung verfügen. Sie erkennen schneller ihre Stärken und Schwächen und wissen häufig genau, wie sie persönlich an eine neue Herausforderung herangehen müssen. Auch was sie lernen möchten, ist ihnen häufig klarer als Kindern. Da ältere Musikschüler sich bewusst für ein Instrument entscheiden, ist ihre Motivation und ihre Ausdauer beim Üben sehr hoch, was auch Musiklehrer sehr schätzen. 

Welches Instrument ist geeignet?

Grundsätzlich ist jedes Instrument erlernbar. Bestimmte körperliche Voraussetzungen können jedoch die Richtung vorgeben. Vor Tasteninstrumenten wie einem Klavier oder einer Orgel kann man beispielsweise bequem sitzen, während eine Geige eine unnatürliche Handhaltung erfordert, die auf Dauer die Freude am Musizieren einschränken kann. Auch bei bestimmten Blasinstrumenten sollte man sich von einem Lehrer beraten lassen, da durch festes Blasen ein gefährlicher Druckaufbau im Kopf entstehen kann. Viele Musikschulen und größere Musikhäuser verleihen Instrumente für Anfänger, so dass man erst einmal ausprobieren kann, für welches man sich letztendlich entscheidet. 

Und dann heißt es: Üben, üben, üben

Um baldige Erfolge zu erzielen empfehlen Musiklehrer mehrmals wöchentlich eine halbe Stunde zu üben. Hilfreich ist es, dabei nicht zu hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen und gewisse Einschränkungen, die das Alter mit sich bringt, zu akzeptieren. Wer den Spaß in den Vordergrund stellt und mit Gelassenheit und Geduld agiert, wird auch mit 90 noch viel Spaß mit seinem Instrument haben.

Interessante Links:

Interview mit dem Psychologie-Professor Gary Marcus, der mit 40 als „völlig unmusikalischer Mensch“ Gitarre spielen gelernt hat. 

Interview mit einem Gitarrenlehrer: Bis zu welchem Alter kann man Gitarre spielen lernen? 

 

 

 

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