30 gewonnene Jahre - 30 gute Jahre

30 gewonnene Jahre - 30 gute Jahre

Tatsächlich hat sich die Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten linear nach oben entwickelt, so dass wir in den letzten 100 Jahren rund 30 Lebensjahre hinzugewonnen haben. Und so wie sich unsere Lebensspanne insgesamt verlängert hat, hat sich auch die Lebenszeit, die wir bei guter Gesundheit erleben können, deutlich verlängert - sogar überproportional. Haben wir früher nach Eintritt ins Rentenalter vielleicht noch fünf oder zehn gesunde Jahre vor uns gehabt, so sind es heute leicht 15, 20 oder mehr Jahre, die wir noch bei guter Gesundheit verbringen können. So heisst es auch häufig salopp "60 ist das neue 40", und man findet deutliche Unterschiede zwischen dem chronologischen, dem biologischen und dem sog. gefühlten Alter. Damit stellt sich - für jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt - die Frage, was können diese uns geschenkten Jahre bringen, wie kann das längere Leben auch zu einem guten Leben werden. „Ich habe nicht den Eindruck, dass das Potenzial der zugewonnen Zeit von den Menschen und von der Gesellschaft schon ausreichend genutzt wird.“ So formuliert es Ursula Staudinger, eine weltweit anerkannte Altersforscherin, in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift viva. Während lange Zeit in den Diskussionen über den demographischen Wandel unserer Gesellschaft die Themen „Altersarmut“ und „Pflegenotstand“ dominierten, mischen sich jetzt immer häufiger neue Töne und Themen in die Diskussion.

Ein "Sputnik Moment"

Von einer echten Herausforderung, aber auch einer echten Chance der gewonnenen Jahre spricht auch der Dokumentarfilm »Sputnik Moment. 30 gewonnene Lebensjahre«, der gerade auf DVD erschienen ist. „Wir leben heute länger, haben mit 50 meist noch rund 30 gesunde Jahre vor uns. Wie wollen wir umgehen mit dieser gewonnenen Zeit? Länger schlafen, die Welt bereisen, Rosen züchten?“ Die New Yorker Forscherin Linda Fried nennt es einen ‚sputnic moment’ - eine der größten Chancen und Herausforderungen in der Geschichte der Menschheit, jedenfalls keine Katastrophe. Der Begriff "Sputnik Moment" wird in Anlehnung an die erste sowjetische Raumsonde Sputnik 1 im Weltraum im Jahr 1957 gebraucht. Diese Erfahrung war für die USA ein einschneidendes Erlebnis,  "an event that makes people collectively say that they need to do something, and this sets a course in another direction." Der Dokumentarfilm von Lukas Schmid und Barbara Wackernagel-Jacobs der Filmproduktionsfirma Carpe Diem, der auch vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde, geht einer längst überfälligen, neuen Erzählung über das Altern nach. Den Trailer zum Film finden Sie hier

30 gewonnnene Jahre - 30 gute Jahre

Was lässt die gewonnenen Jahre zu guten Lebensjahren werden, was trägt zu einem gelingenden Altern bei? Zwar gibt es keine Patentrezepte und gerade das Altern ist ein sehr individueller Prozess. Aber Frau Prof. Staudinger lässt doch drei allgemein gültige Ratschläge, sozusagen drei Basisfaktoren für ein gelingendes Altern gelten: Der Mensch muss körperlich aktiv sein, sich regelmäßig und ausreichend bewegen, z.B. mindestens fünf Kilometer pro Tag gehen bzw. laufen. Er soll sich maßvoll und moderat ernähren, Extreme vermeiden und sich aus einem breiten Spektrum von Nahrungsmitteln bedienen. Und drittens, und das ist vielleicht der wichtigste Aspekt, brauchen wir Menschen auch ein bestimmtes Maß an Herausforderung, an Anspannung durch Tätigsein. Das kann eine ehrenamtliche Tätigkeit sein (z.B. bietet der Senior Experten Service interessierten Menschen im Ruhestand die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und ihr Wissen an andere im Ausland und in Deutschland weiterzugeben), eine freiwillige regelmäßige Hilfeleistung innerhalb der Familie oder im Freundeskreis oder auch eine bezahlte Berufstätigkeit, die nach dem regulären Eintritt ins Rentenalter fortgeführt oder neu aufgenommen wird (Netzwerke wie z.B. Masterhora vermitteln zwischen Senior Expterten und Unternehmen). Das Maß an Herausforderung und Stress, das uns auch in höherem Alter noch gut tut, müsse dabei jeder ganz individuell für sich entscheiden, so Frau Staudinger. Und die Gesellschaft kann uns dabei unterstützen, z.B. indem sie lebenslanges Lernen fördert oder indem der Arbeitsmarkt für die verschiedenen Bedürfnisse nach Arbeit in den unterschiedlichen Lebensphasen flexibilisiert wird. Jedenfalls sieht auch sie, dass der wachsende Anteil Älterer an der Bevölkerung „eine enorme Chance bietet“.

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