Schutz vor Einbrechern: die wichtigsten Tipps

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt unaufhörlich. 2013 wurde mit 150.000 Wohnungseinbrüchen der höchste Stand seit 15 Jahren erreicht. Alle dreieinhalb Minuten dringen Langfinder in ein Haus oder eine Wohnung ein. Sie kommen dabei immer öfter auch tagsüber, wenn sie die Bewohner bei der Arbeit oder unterwegs vermuten. 

Natürlich gibt es nicht das absolut einbruchsichere Haus. Bei fast jedem zweiten Einbruchsversuch scheitern die Täter, dazu tragen vor allem gute Sicherungseinrichtungen bei. Wir haben ein paar Tipps, wie Sie das Risiko senken können und wie Sie sich verhalten sollten, falls Sie doch einmal zum Opfer werden. 

Machen Sie es den Langfingern so schwer wie möglich einzubrechen

  • Schließen Sie IMMER alle Fenster und lassen Sie sie auch nicht auf Kippe! Auch wenn Sie nur mal zehn Minuten weg sind: Gelegenheit macht Diebe. 
  • Schließen Sie die Tür ab – nur Zuziehen hält keinen Einbrecher auf!
  • Der Ersatzschlüssel gehört weder auf den Türstock, noch unter den Blumentopf oder in die Garage. Sicherer ist es, ihn beim Hausmeister oder Nachbarn zu deponieren. Verlieren Sie mal einen Hausschlüssel, lassen Sie unverzüglich den Schließzylinder auswechseln: Sie wissen nicht, wer den Schlüssel in die Hände bekommt.
  • Fragen Sie an der Türsprechanlage nach, wer geklingelt hat und warum!
  • Leeren Sie regelmäßig den Briefkasten! Wenn Sie im Urlaub sind, bitten Sie am besten einen Nachbarn, Familie oder Freunde nach der Post zu sehen.
  • Sprechen Sie keine Nachricht auf den Anrufbeantworter, in der Sie darauf hinweisen, dass Sie in einem bestimmten Zeitraum im Urlaub sind. Das wirkt wie eine Einladung für Ganoven aller Art.
  • Suggerieren Sie mithilfe technischer Hilfsmittel Anwesenheit: Zeitschaltuhren steuern für Sie zum Beispiel Licht, Rollläden, Radio und Fernseher. Hier keine falsche Sparsamkeit: Eine 11-Watt-Energiesparlampe könnten Sie vier Tage am Stück brennen lassen, und Sie haben gerade mal Strom für 30 Cent verbraucht.

Schutz vor Einbrechern auch im Internet

Einbrecher haben zu Zeiten des Social Webs gelernt, auch dieses für ihre Zwecke zu nutzen. Sie kundschaften im Netz aus, wo es sich wann lohnt, einzusteigen. Wer seine Reisepläne, Urlaubsbilder und ein Foto vom neuen Hightech-Fernseher bei Facebook, Stayfriends oder in anderen Plattformen postet, macht Dieben die Arbeit leichter.

  • Überlegen Sie sich daher gut, ob Sie private Informationen wie Adresse und Fotos vom Eigenheim oder der Wohnung in sozialen Netzwerken veröffentlichen. 
  • Gerade beim Kurznachrichtendienst Twitter sollten Sie sehr vorsichtig sein, da jeder Beitrag hier in der Regel für jedermann öffentlich sichtbar ist. 
  • Wählen Sie bei Facebook Ihre Privatsphäre-Einstellungen so, dass Ihre Veröffentlichungen nur für Ihre Facebook-Freunde sichtbar sind und nicht für alle Nutzer. Bei Google+ sollten auch nur Ihre „Circles“ Ihre News sehen können.

Seien Sie vorsichtig bei Freundschaftsanfragen von Unbekannten im Netz. Wer weiß, was sie im Schilde führen.

Kein Wertgegenstand ist im Wäschekorb vor Langfingern sicher

Pralinenschachtel, Kleiderschrank, Kopfkissen, Eisfach und Wäschekorb sind als Versteck tabu! Dort sucht jeder Dieb als erstes. Größere Geldbeträge sollten Sie in jedem Fall auf ein deutsches Bankkonto einzahlen und nicht zu Hause deponieren. Dort ist Ihr Geld auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten sicher, da die hiesigen Geldinstitute durch den Einlagensicherungsfonds sowie die Staatsgarantie doppelt abgesichert sind.

Am sichersten verwahren Sie wertvollen Schmuck, den Sie selten tragen, wichtige Dokumente, Münzsammlungen und Gold in Bankschließfächern. Diese sind kostengünstig und sicher, wenn Sie ein paar Tipps beachten.

Wenn Sie in Besitz eines Tresors sind, sollten Sie die Zahlenkombination oder Schlüssel auf gar keinen Fall im Schreibtisch oder der Pralinendose aufbewahren. Grundsätzlich ist ein massiver, feuerfester Tresor eine sehr gute Möglichkeit, Wertsachen sicher zu deponieren. Im Regelfall werden diese im Falle eines Diebstahls mit bis zu 20 Prozent der Deckungssummer der Hausratsversicherung ersetzt. Nehmen Sie beim Kauf eines Tresors gerne fachkundige Beratung in Anspruch. 

Wie verhalte ich mich, wenn ich nach Hause komme und eingebrochen wurde?

  • Gehen Sie nicht in die Wohnung, wenn Sie das Gefühl haben, dort sei noch jemand.
  • Alarmieren Sie unter 110 die Polizei.
  • Ziehen Sie sich nach Möglichkeit zu einem Nachbarn zurück und warten Sie dort, bis die Polizei eintrifft. 
  • Seien Sie weiterhin wachsam und beobachten Sie – wenn möglich – Ihren Wohnungseingang und/oder Fenster.

Sie sind zu Hause und bemerken Einbrecher - Wie verhalten Sie sich?

Suchen Sie im Fall der Fälle nie die Konfrontation. Der Täter kann in Panik überreagieren und ist möglicherweise bewaffnet. Halten Sie sich statt dessen an diese vier Tipps:

  • schnellstmöglich und unbemerkt den Notruf 110 der Polizei benachrichtigen
  • das Zimmer abschließen, in dem Sie sich befinden und die Tür verbarrikadieren
  • Licht anschalten und Lärm machen – die meisten Einbrecher ergreifen die Flucht sobald sie bemerken, dass sie nicht alleine sind. 
  • laut aus dem Fenster um Hilfe rufen

Sie ertappen den Einbrecher auf frischer Tat

Sollte es doch zu einer Konfrontation kommen, bleiben Sie ruhig und passiv. Spielen Sie niemals den Helden! Tun Sie, was der Dieb verlangt – Ihr Leben ist mehr wert als ein Schmuckstück. Prägen Sie sich Eigenschaften des Einbrecher ein: Spricht er (oder sie) ,mit Akzent? Wie groß ist er? Welche Kleidung und Schuhe trägt er? Wie ist er ausgerüstet? Welche Haarfarbe hat er? Hat er etwas Markantes im Gesicht/am Körper?

Dürfen Sie den Einbrecher angreifen?

Auch wenn man sonst keiner Fliege etwas zu leide tut, kann man in dem Moment eines Einbruchs auf die Idee kommen, den Dieb anzugreifen. Die Verteidigung aus Notwehr ist laut deutscher Rechtsprechung erlaubt – Sie dürfen deswegen aber nicht blindlings zuschlagen. Ob es sich bei einem Angriff tatsächlich um Notwehr gehandelt hat, beurteilt im Nachhinein immer die Justiz. Es ist also ratsam, den aktiven Angriff der Polizei zu überlassen.

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