Gärtnern im Winter – das sollten Sie jetzt tun

Hobbygärtner leben im Winter meist im Konjunktiv. Wie schön wäre es, die ersten Saaten zu setzen? Ach, könnte ich doch schon die Beete umgraben. Schiene doch endlich die Sonne, damit die Forsythien knospen, ...

Dabei können Gärtner im Winter einiges mehr tun, als zu träumen und zu warten. Wir erklären, was Sie nun anpacken sollten:

Frühbeet anlegen

Wenn Sie es nicht schon im Herbst getan haben, ist nun der richtige Zeitpunkt. Bauen Sie aus hölzernen Seitenwänden (alte Regalböden oder Sperrholz) und einem ausrangierten Fenster als Dach ein Frühbeet. Alternativ können Sie auch vier Strohballen um ein bestehendes Beet platzieren und es mit einer Glas- oder durchsichtigen Plastikscheibe abdecken. Wichtig: Das Dach sollte nach Süden schräg abfallen – so bekommt das Beet am meisten Sonne und Wärme. Wer handwerklich versierter ist, befestigte das Dach mit Scharnieren – so lässt es sich an warmen Tagen einfacher öffnen. Im Frühbeet können Sie Samen vorziehen, die im Freien jetzt noch erfrieren würden. Viele Sommerblumen zählen dazu, aber auch Salat, Kräuter, Tomaten oder Paprika. Wichtig: Sobald die Samen keimen, öffnen Sie das Dach regelmäßig, damit die Pflänzchen ausreichend Frischluft bekommen. Und falls es nochmals bitter kalt wird, decken Sie das Beet nachts mit Druckpolsterfolie ab und stellen ein paar Votivkerzen zwischen die Keimlinge. Die paar Grad mehr reichen meist aus, damit sie problemlos überleben.

Obstgehölze schneiden

Ende Februar ist eine gute Zeit, um Pflaumen- und Apfelbäume sowie Beerensträucher zu schneiden. Dann sind die Knospen noch nicht ausgetrieben und Sie lassen den Schnittwunden noch genügend Zeit, wieder zu heilen. Wichtig: Nie bei Temperaturen unter -5° schneiden, sonst ist das Holz brüchig, rät der Bayerische Gartenbau-Verband.

Neben toten Zweigen und Ästen sollten Sie alle kappen, die stark nach innen wachsen. Denn sie verdichten die Pflanze zu sehr, so dass innen weniger oder nur kleine Früchte reifen und sich eher Pilzbefall bildet. Auch fast senkrecht nach oben wachsende Wasserschosse („wilde Triebe“) gehören geschnitten. Sie tragen keine Früchte, kosten die Pflanze aber Kraft.

Hecken in Form bringen

Jetzt ist es noch zu früh, aber sobald der Frühling erstmals hervorlugt, sollten Sie Laub- und Nadelhecken schneiden. Denn wenn Sie zu lange warten, verscheuchen Sie Vögel auf Brutplatzsuche – oder noch schlimmer – stören bereits brütende Tiere. Idealerweise schneiden Sie Hecken trapezförmig, also oben etwas dünner als unten. So kommt mehr Licht auch an die unteren Bereiche.

Frostschutz kontrollieren

Auch wenn die Tage schon wieder merklich länger sind, das Frühjahr kann noch frostig werden. Die kälteste beispielsweise jemals in München im März gemessene Temperatur lag bei -16°. Haben Sie es noch nicht getan, sollten Sie empfindliche Pflanzen (Feigen, Oleander, Pampasgras) vor der nächsten Bibber-Welle mit Jute- oder Vlies-Matten umwickeln. Viele immergrüne Pflanzen haben vor allem kälteempfindliche Wurzeln – bedecken Sie diese mit Stroh, Tannengrün oder Hackschnitzeln. Topfpflanzen stellen Sie bei akutem Frost auf Styropor oder Kokosfilz. Achtung bei Gräsern: die toten Halme noch nicht schneiden. Sonst gelangt eher Frost an die empfindlichen unterirdischen Triebe. Daher erst im Frühjahr kürzen. Das gleiche gilt für Teichpflanzen wie Schilf oder Rohrkolben und winterharte Stauden.

Sonderfall Kirschlorbeer

An kalten und sonnigen Wintertagen erleidet der in unseren Breiten sehr verbreitete Kirschlorbeer rasch Frostschäden, da die Pflanze mehr Wasser über die Blätter verdunstet, als sie aus dem Boden aufnehmen kann. Decken Sie den Lorbeer daher mit hellen Tüchern ab und wässern Sie ihn, sobald der Boden frostfrei ist. Treten dennoch Frostschäden auf, sollten Sie bis zum Frühjahr warten und sie dann herausschneiden.

Düngen

Auf Beeten, die im Frühling für anspruchsvolle Blumen oder Nutzpflanzen wie Wurzelgemüse vorgesehen sind, können Sie bereits Biodünger ausbringen. Ob Mist vom Bauern nebenan oder Kompost aus dem eigenen Garten – graben Sie ihn jetzt unter, wenn der Boden zwischendurch nicht gefroren ist. Solange es Frost hat, können Sie den Dünger schon herankarren: Auf gefrorenem Boden steuert sich die Schubkarre leichter als im Frühlings-Morast.

Werkzeuge und Ausrüstung prüfen

Haben die Messer vom Vertikutierer lange keinen Schleifstein mehr gesehen? Funktioniert die Zündkerze im Rasenmäher noch? Muss die Astschere geölt werden? Reichen die Vorräte an Dünger, Pflanzstäben und Mulch? Bringen Sie Ihre Ausrüstung jetzt auf Vordermann, bevor die Gartenmärkte im Frühling komplett überlaufen sind.

Sie sehen, es gibt einiges zu tun. Und bald werden ohnehin die Schneeglöckchen und Krokusse aus dem Schnee hervorblitzen. Es dauert nicht mehr lange...

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